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Der Anruf aus dem Jenseits

Der Anruf aus dem Jenseits

Es war später Nachmittag, als die Freunde Peter, Paul und Mary, das alte Lagerhaus durchforsten.

Es lag etwas abseits, versteckt hinter dem Wald. Ein paar Tauben schreckten hoch und flogen davon,

irgendwo miaute eine Katze.

Die drei durchstreiften die zahlreich verlassen Zimmer. Hier und da standen verstaubte,

schmutzige Möbel, Akten lagen herum.

„Was ist das für ein Lager gewesen, was wurde hier hergestellt?“ Mary schaute sich neugierig um.

„Hmmmm ich weiss nicht, das Lagerhaus steht schon seid Jahren leer. Aber schaut mal da,

die Akten.“ Peter schnappte sich eine. „Lasst uns da mal rein schauen.“

Und so bekamen die Freunde gar nicht mit, das es draussen schon anfing zu dämmern.

Plötzlich hörten sie ein Klingeln, die drei guckten sich fragend an.

„Wo kommt das Klingeln her?“ suchend blickte sich Paul um.

„Ich glaube von da hinten“ ,Mary zeigte auf die halb offen stehende Tür.

Langsam gingen sie auf die Tür zu. Das Telefon klingelte immer noch und schien immer fordernder

zu werden.

„Wieso funktioniert der Anschluss überhaupt noch“ Peter runzelte die Stirn.

Die drei gingen weiter, als sie vor dem Telefon standen, starrten sie entsetzt auf das Display,

dort waren die Zahlen 666 zu lesen.

 

 

Mary gab ein entsetzen Schrei von sich und ging einen schritt zurück.

„Einer sollte vielleicht den Hörer abnehmen oder was meint ihr“ Paul guckte seine Freunde an.

„Mary hob abwehrend die Hände  “ Ich nicht !”

„Ok ich mach es !“ Peter nahm langsam denn Hörer von der Gabel. „Wer ist da ?“ flüsterte er leise

in das Telefon.

Erst war nichts zu hören, ausser ein Rauschen, dann flehte eine leise Stimme „Hallo bitte helft

mir ... bitte ... Hilfe.“

Peter wurde ganz blass im Gesicht, vor Schreck knallte er denn Hörer wieder auf.

„Was ist los Peter, wer war das?“ fragte Paul.

„Ich ... da ...“ fing er an zu stottern.

Peter musste sich erst einmal wieder fangen, einen klaren Gedanken fassen. Grade als ihm das

gelungen war, bewegte sich der Bleichstift auf dem Block, neben dem Telefon.

Die Freunde schauten mit weit aufgerissenen Augen auf denn Bleistift, dieser schrieb wie

von Geisterhand.

 

HELP

 

Mary, Peter und Paul blieben einen Augenblick wie angewurzelt stehen. „Was machen wir nun?“

Marys stimme zitterte noch ein wenig.

„Puuuuh !“ entkam es Peter und schluckte.

„Öhm ich würde dafür sein, das wir erst mal nach Hause gehen, morgen kommen wir noch mal her

und warten ob das Telefon wieder klingelt“ warf Paul ein.

Den zwei Freunden konnte es nur recht sein, auch sie mussten das Erlebte erst mal überschlafen

und verdauen. Also verliessen sie das alte Lagerhaus und fuhren mit ihren Mofas nach Hause.

Aber keiner von ihnen, konnte Nachts richtig Schlafen.

Am nächsten morgen, trafen sie sich schon ganz früh vor dem Lagerhaus.

Gähnend begrüssten sich die Freunde, die Sonne ging grade auf.

„Man war das eine Nacht, habt ihr auch so schlecht geschlafen ?“ fragte Peter und rieb sich

die Augen.

Mary und Paul nickte.

„Na gut dann wollen wir mal oder ?“ Peter klatschte nervös in die Hände.

Die Lagerhalle lag ganz ruhig da, durch das zerbrochene Fenster, schienen die ersten Sonnenstrahlen.

Das Zimmer im hinteren Teil, wo das Telefon stand, lag im dunklen. „Wartet !“ Mary kramte

in ihrem Rücksack, zog ein paar Kerzen hervor und zündete sie an.

Dann nahmen sich ein paar Stühle, klopften denn Staub ab und setzten sich.

Stunde um Stunde verging.

Langsam fielen denn drei die Augen zu, draussen war es schon lange dunkel geworden,

alles lag im Stillen.

Dring ... Dring ... die Freunde schreckten hoch ... Dring ...Dring ...

machte es wieder.

Peter griff langsam zum Telefon und machte denn Lautsprecher an.

„Hallo wer ist da ?“

Wieder ein Rauschen, ein Knacken ... “ Hallo ... Hilfe ... hilf mir ... !“

„Wer bist Du, von wo rufst Du an ?“ Peters Stimme wurde energischer.

“Hier ist Tim Morgen ich rufe aus dem Jenseits an“

„Aus dem Jenseits ?“ wiederholte Peter erstaunt das gesagte von Tim.

Mary und Paul machten grosse Augen.

„Bitte helft mir !“ wiederholte Tim.

Peter zögerte, war einen Moment still „Wie kann ich Dir helfen“

Mary schaltete sich in das Gespräch ein „Tim was ist dir damals passiert ?“

Einen Moment lang war nur wieder Rauschen zu Hören, dann Hörte man ein Schluchzen.

Tim erzählte mit weinerlichen Stimme, das er damals vor fünf Jahren an einer Türe geklingelt hat,

um nach Bonbons zu fragen.

Nach dem Motto süsses oder saures.

Die Freunde hörten aufmerksam zu, als plötzlich die Verbindung abbrach.

„Hallo ... hallo Tim bist Du noch da ?“ rief Peter in denn Hörer ... “ hallo “ Doch auf der anderen Seite

blieb es ruhig ... nur das rauschen war zu Hören.

„Was machen wir jetzt ?“ Paul ging auf und ab „Es hat sich auf jeden Fall nicht wie ein Scherz

angehört“

„Nein das glaube ich auch nicht“ warf Mary ein.

„Wir sollten vielleicht morgen in die Bibliothek gehen, uns die Zeitungsarchive vor nehmen,

vielleicht finden wir da was !“

„Eine gute Idee“ die Freunde verliessen das Lagerhaus und machten sich auf denn weg nach Hause.

Als sie sich am nächsten morgen, vor dem alten historischen Gebäude trafen, wartete Mary schon.

Die Bibliothek war noch nicht viel besucht, so gingen die drei in der hinteren Ecke, wo die

Computer mit denn Archiven stand.

Aber sie durchstöberten auch die alten Zeitung, die in einem extra Raum aufbewahrt wurden.

Es dauerte eine Weile, bis Paul auf was stiess „Leute schaut mal hier ein Artikel vom

31 Oktober 2000 !“

Peter und Mary kamen näher.

„Da steht das in der Nacht zu Helloween, am 31 Oktober 2000 eine Tüte mit Bonbons und Blut in

der Strasse zum Ackerweg Nummer 13 gefunden wurden ist“

 

 

„Was passiert ist kann die Polizei nicht genau sagen, es wurde in diesem Zeitraum keine Person

vermisst gemeldet und keine Leiche gefunden.“

„Hmmm “ überlegte Peter „Ob das was mit Tim zu tun hat ?“

„Es könnte sein, Jungs was meint ihr, sollen wir der Sache nachgehen ?“ Mary schaute zu

Paul und Peter.

Beide nickten „Ja lass uns wieder ins Lagerhaus gehen und warten ob Tim anruft.“

Gesagt, getan.

Also warteten sie wieder vor dem Telefon, als es Klingelte nahm Peter ab.

„Hallo hier ist Peter, Tim bist Du es ?“

„Hallo ja hier ist Tim.“

„Sag mal Tim was ist damals passiert am 31. Oktober 2000, warst du im Ackerweg 13 ?“ fragte Peter.

„Ja ich war da“ sagte Tim. „Es ist ein etwas abgelegenes Haus, etwas runter gekommen.

Ich dachte mir nichts dabei.

Ich wohnte in einem Heim, die Erzieherin war eine Drache. Oft wurden wir in denn Zimmern

eingeschlossen und ich wollte damals los ziehen um Bonbons zu sammeln, was bei der Heimleiterin

verboten war.

Also habe ich mich raus geschlichen, ich war damals 12 Jahre alt.“

„Hat sie Dich damals nicht als vermisst gemeldet ?“ schaltete sich Mary ein.

„Nein ihr war es wohl egal, wie gesagt sie war ein Drache, sie hat sich nicht gut gekümmert

um uns Kinder.“

„Was ist dann passiert als Du am Haus warst ?“ übernahm Peter wieder das Gespräch.

„Ich Klingelte bekam einen Schlag auf denn Kopf, ab da weiss ich nichts mehr !“

Paul, Peter und Mary machten ein entsetztes Gesicht „Oh mein Gott entfuhr es sie, wie aus

einem Munde.“

„Der Mord ist also nie aufgeklärt wurden“ überlegte Paul laut.

„Nein !“ kam es aus dem Telefon.

„Das Haus gibt es aber doch noch, sollen wir uns da mal umsehen ?“ Mary schaute ihren

beiden Freunde an.

„Ja das machen wir vielleicht finden wir was, was die Polizei übersehen hat“ meinte Peter.

„Tim wir sprechen später noch mal ja ?“

„Ok “ kam es vom anderen ende der Leitung.

Die Freunde fuhren zu dem alten Haus, als sie davor standen erschauderten sie alle drei.

„Man das Haus kann einem Angst einjagen, ja vor allem wenn man weiss was hier passiert ist“

kam es von Mary.

Die drei umgingen das Haus, an der Rückseite stand ein Baum, denn man mit ein bisschen mühe

hinaufklettern konnte.

„Guckt mal im Obersten Stockwerk ist das Fenster kaputt, da könnte man einsteigen“ Peter

deutete nach oben.

In dem Haus standen noch ein paar alte Möbel, die schon bessere Tage gesehen hatten.

Paul, Peter und Mary durchsuchten alles gründlich in jeden Winkel, in jeder Ritze schauten sie nach.

Es dauerte eine Weile, plötzlich fand Paul versteckt unter einem losen Dielenbrett ein Buch.

„Schaut mal ich hab was gefunden !“ rief Paul und blätterte schon in dem Buch.

„Es ist ein Tagebuch“ staunte Peter. Sie lasen darin. Was da stand, raubte ihnen denn Atem.

„Das Buch ist von einem Mann, der hier mal gelebt hat. Er schrieb das er Kinder nicht mochte,

besonders die nicht die an Helloween an seine Tür klingelten“

„Ich wollte das nicht, ich wollte ihn nicht umbringen“ lass Peter vor.

“Oh Gott das ist ja schrecklich” Mary ging Richtung Tür “ Kommt wir sollten das Tagebuch zur Polizei

bringen.”

Auf der Wache sprachen sie mit dem Chef des Reviers, dieser war erstaunt das sie das Buch

gefunden hatten.

Er fragte wo die drei das Tagebuch fanden. Und wie sie drauf kamen es zu suchen. Sie erzählten ihm eine kleine Notlüge.

Was sollten sie auch sagen, das sie einen Anruf aus dem Jenseits bekommen hatten.

Der Polizeichef erklärte noch das der Mann, der in dem Haus gelebt hatte,

letztes Jahr verstorben sei, aber er wolle die Heimleiterin zur Rechenschaft ziehen.

Die Freunde bedanken sich und verliessen das Polizeirevier.

„Man o man !“ seufzte Paul das ist ein Ding. „Kommt wir gehen zurück ins Lagerhaus.“

Dort angekommen erzählten sie Tim alles.

Er war froh das die drei, das Tagebuch gefunden hatten, alles aufklären konnten und das die

Heimleitung nicht einfach so davon kommen würde.

„Was passiert nun mit Dir ?“ wollte Mary wissen „Wirst Du nun Deinen Frieden finden ?“

„Ja denn habe ich nun gefunden“ Tim schien zu lachen, sein Stimme klang fröhlich. „Aber ich kann

 noch nicht gehen !“

„Warum“ kam es von Mary.

„Ich habe von einer mysteriösen Sache hier oben mit bekommen, was komisches geht in einem alten

Theater vor.

Bitte kümmert Euch darum meine Freunde.“

 

The End

 

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